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Nervenkitzel für die kalte Jahreszeit - Warum Krimis geschrieben und gelesen werden

06.10.2020 - 16:31 | Kunst & Kultur auf openPR.de

Pressemitteilung von: Ulla Fichtner

 

In den Krimi-Formaten geht es meistens um Hass, Liebe, Angst, Schmerz - um die großen Gefühle, die jeden Menschen betreffen.
Studien zufolge besitzt gerade das Böse eine ungeahnte Anziehungskraft und dient als Projektionsfläche für unsere eigenen Aggressionen und dunklen, unheilvollen Gedanken.

Schon Alfred Hitchcock wusste: "Angst ist ein Gefühl, das die Leute genießen, wenn sie wissen, dass sie nichts zu befürchten haben."
Im Krimi blickt der Leser direkt auf das Böse. Er begibt sich ohne Risiko in die Nähe von Psychopathen, Sadisten und Serienmördern. Die Abgründe der menschlichen Psyche scheinen endlos.
Aus einer philosophisch-psychoanalytischen Ansicht betrachtet, konfrontieren Krimis den Leser mit Etwas, das außerhalb allem Fiktionalen liegt: mit der eigenen Schuld und Scham, den eigenen moralischen Emotionen.
Denn Krimis werden geschätzt, weil die Verbrechen, mit denen sie konfrontieren, auch immer die eigenen Abgründe sind, die in die Fiktion projiziert werden, um sie zu kontrollieren. Sie lassen uns in eine Welt eintauchen, in der wir uns für Nichts verantwortlich fühlen und uns für nichts schämen müssen. Eine irrationale Welt, in der Angst für Unterhaltung sorgt, weil andere stellvertretend für uns leiden.
Die Identifikation bei Krimis ist deshalb so hoch, da der Leser sich als Bestandteil des Geschriebenen fühlt. Er ist längst nicht mehr nur Begleiter des Ermittlers, sondern fiebert einerseits mit dem Opfer und versetzt sich in den Ermittler hinein. Andererseits nimmt er aus der Sicht des Täters am Mord teil, kennt dessen Motive, ist von dessen Verhalten abgestoßen und hinterfragt, weshalb es zu dieser Tat kommen konnte.
Faszinierend ist demnach das Eintauchen in die dunklen Seiten des Lebens ohne selbst für etwas bestraft zu werden, sowie das Miträtseln um die Aufklärung der Tat, die Art der Ermittlung und schließlich die Festnahme.
In der heutigen Zeit ist der Krimi ein Abbild unserer Gesellschaft und spielt in allen möglichen gesellschaftlichen Kreisen. Er gilt als kultureller Speicher und spiegelt Zustände und Themen des Zeitgeistes wider, die die Zuschauer beschäftigen.
Dazu gehören unter anderem Globalisierung, Menschenrechtsverletzungen, soziale Not, Medizinskandale, Umweltthemen.
Das belegen auch die verschiedenen Richtungen, in die er sich entwickelt hat.
Neben dem klassischen Detektivroman gesellen sich diverse Untergenres wie 'Politischer Krimi', 'Medizin-Thriller' oder 'Wirtschaftskrimis', um nur einige zu nennen.
Auch die Moral spielt eine gewichtige Rolle.
Der Krimi ist stets Hin- und Hergerissen zwischen Moralüberschreitung und Moralverletzung, wie im realen Leben.
Sein Format bietet auf zahlreichen Ebenen Empathie, Aufklärung und zugleich Entertainment. Deshalb ist er hervorragend geeignet, Themen anzusprechen, mit denen sich der Leser vorher nicht auseinander gesetzt hat, sich jedoch durch die spannende Handlung damit konfrontiert sieht.

Für Ulla Fichtner beginnt mit jedem neuen Buch, das sie schreibt, die Begeisterung für dieses Genre bereits mit dem Sammeln der ersten spannenden Ideen. Für welche Straftat entscheidet sie sich dieses Mal?
Berichtet sie über Betrug, Diebstahl, Einbruch, Entführung, Fahrerflucht, Geiselnahme, Körperverletzung, Mord, …?
Es gibt so viele Möglichkeiten einschließlich der Frage, soll das Verbrechen fiktiv oder teilweise wahr sein?
Hat sie sich entschieden, geht das Vergnügen mit der gründlichen Recherche über den darzustellenden Bereich erst richtig los.
Wichtig ist eine gelungene Geschichte, für deren zündende Idee oftmals die Realität genügend Anreize bietet, beispielsweise in Tageszeitungen, die voll sind von Berichten über Verbrechen aller Arten. Hintergründe zu einzelnen Aufsehen erregenden und meistens tragischen Fällen finden sich in Magazinen, Zeitschriften sowie Gerichtsreportagen.
Ulla Fichtner interessieren dabei immer die Suche nach der Wahrheit, die Anwendung von Gerechtigkeit sowie das Aufzeigen von Werten und ihre Durchsetzung in Ausnahmesituationen. Nicht zu vergessen sind die Hindernisse und Rückschläge, die bis zur endgültigen Aufklärung von den jeweiligen Figuren durchlebt werden.
Dramaturgische Höhepunkte sorgen dafür, dass Spannung aufgebaut und Nervenkitzel hervorgerufen wird, damit die Neugier des Lesers erhalten bleibt.
Natürlich sollen ihre Krimis auch unterhalten, aber intelligent. So wird der Leser permanent aufgefordert, logisch mitzudenken, denn ihre Bücher bieten neben dem gewissen Thrill auch eine gehörige Portion Ironie gepaart mit Charme und Witz.
Deshalb sind auch die Details nicht zu vernachlässigen, die stimmig und gut ausgearbeitet sein müssen, damit die Auflösung des Falles am Ende für den Leser klar ersichtlich ist, genauso wie das Motiv, das zur Straftat führte.
Hierbei kommt dann die Philosophie mit ins Spiel, denn größtenteils folgt der Krimiaufbau einem gleichen Schema: Mord – Verdächtige - Aufklärung, so dass sich zum Ende hin, die durch die Tat aus den Fugen geratene Ordnung wieder im Gleichgewicht befindet. Sieger ist das Gute, meistens jedenfalls.

Mehr Informationen über die Autorin finden Sie auf der Website:
www.ullafichtner.de

Veröffentlichungen:
"Vertraue niemals deinem Nächsten" (2019)
"amor et mortis - Liebe und Tod" (2019)
"Todbringende Wahrheit" (2020)

Diese Pressemeldung wurde auf dem Presseverteiler openPR veröffentlicht.


Philosophie und Krimi/Thriller - Passt das zusammen?

10.08.2020 - 13:41 | Kunst & Kultur auf openPR.de
Pressemitteilung von: Ulla Fichtner

 

Ulla Fichtner, die in ihren Krimis und Thrillern auch philosophischen Fragen nachgeht, ist der Überzeugung, dass beides perfekt zusammen passt!

Warum das so ist, erfahren Sie hier:

Die Philosophie ist einerseits eine akademische Disziplin mit ihren eigenen Spielregeln und Qualitätsstandards, die die Objektivität ihrer Antworten sichern sollen. Andererseits ist sie das fortwährende Reflektieren von Fragen, die dem menschlichen Alltag entstammen, und die Suche nach Antworten, die auch eine sehr individuelle Seite haben können.

 


Sie wird oft herangezogen, wenn es um normative Fragen und Werte geht. Darum, was wir tun sollen, an welche Regeln, Werte und Gesetze sich unser Handeln als Individuen und als Gesellschaft orientieren soll.

Im klassischen Krimi zählt die Aufklärung eines Verbrechens. Dazu werden Theorien gebildet, Mutmaßungen aufgestellt, die Tat skizziert, nach Gründen gesucht und der Täter meistens überführt.

Der Thriller beschäftigt sich mit der Perspektive des Verbrechers, der es schafft, den Leser auf eine seltsame skrupellose Art moralische Vorstellungen, die er normalerweise befürwortet, hinter sich zu lassen, und sich mit dem Verbrecher identifiziert.

Im Mittelpunkt von Philosophie und Krimi/Thriller stehen demnach, neben den erkenntnistheoretischen Ursachen und deren Wahrnehmung, vor allem Probleme unserer Gesellschaft und damit einhergehend Fragen der Rechtsphilosophie und somit das Erforschen nach Schuld, Recht und Legitimität.

Sie befassen sich mit dem kulturellen Miteinander einer Gesellschaft, ihren Strukturen sowie der Ausbalancierung von Gut und Böse und der Suche nach der Wahrheit, dem Status des Einzelnen und seines Umkreises in einer komplexen Gesellschaft.

Recht und Gerechtigkeit sind entscheidende Regulierungsinstrumentarien von Gesellschaften.

Im Krimi/Thriller werden diese oftmals angezweifelt und dokumentieren so eine spezielle Umgangsweise mit diesem Thema. Das wiederum deutet auf Reibungen und Widerstände hin, die in der Realität nicht zur Disposition stehen. Dass Selbstjustiz, Vergeltung oder Rache als legitime Vorgehensweise eingesetzt werden, ist dort undenkbar.

Trotzdem sind Philosophie und Krimi/Thriller fest miteinander verwoben. Beginnend mit den klassischen philosophischen Debatten über unsere Faszination mit fiktiven Bösewichten bis zu drängenden aktuellen Fragen nach dem Umgang mit Terror und Extremismus.

Auch die Frage nach der Wahrnehmung und Erkennbarkeit von Realität, die in der Verbrechensermittlung ihre Basis sieht, spielt eine große Rolle.

Was fühlt ein Mörder? Wie töten Menschen und warum töten sie? Kann ein Mord richtig sein?

Das sind Themen, mit denen sich Philosophen und Literaten seit Jahrhunderten auseinandersetzen.

Was wäre die Literaturgeschichte ohne Mord und Totschlag, ohne den heimtückischen Mord aus Liebe, Verzweiflung oder Rache.
Was wären Sherlock Holmes, Miss Marple oder Kommissar Maigret ohne den Mörder?
Film und Fernsehen präsentieren täglich dutzendfach inszenierte Verbrechen.

Der Gedanke des perfekten Verbrechens, das nicht aufgeklärt wird, einer Vollkommenheit eigener Art, ist demnach im Krimi/Thriller allgegenwärtig und steht in einem engen Zusammenhang mit der Logik, eine auf Mathematik und Philosophie beruhende Wissenschaft von den Gesetzen und Prinzipien des Denkens.

Logische Probleme sind im Krimi/Thriller äußerst beliebt, wenn sie sich in Gestalt einer mysteriösen Leiche präsentieren. Dann treten die Ermittler auf, sei es als Detektiv, Polizei oder in sonstiger Erscheinungsform, nehmen den Tatort und das Drumherum in Augenschein, befragen die Verdächtigen unter Ausschluss von Gefühlen und gelangen zu den richtigen Schlüssen. So hat der Mörder nur relativ wenige Chancen, davon zu kommen, dank der kriminalistischen Logik.

Die philosophische Logik funktioniert vergleichbar. Auch sie negiert Gefühle und Vorurteile, jedoch auf einer anderen Ebene. Während im Krimi/Thriller die Aussage von der aussagenden Person abstrahiert wird, blendet die philosophische Logik den Inhalt der Aussage aus und fokussiert sich auf die gedankliche Struktur. Die Logik gibt demnach die Regeln an, nach denen aus anerkannten Wahrheiten neue Erkenntnisse geschlossen werden können.

Übertragen auf den Krimi/Thriller bedeutet das wiederum:
Wenn es ein Mordopfer gibt, dann gibt es auch einen Mörder.

Allgemein gesprochen: Keine Wirkung ohne Ursache.
Oder, in logischen Begriffen: Keine Folge ohne Grund.

Einen spannenden Krimi oder Thriller zu schreiben heißt, neben den glaubwürdigen Figuren, der dynamischen und konfliktreichen Handlung auch überzeugende kriminelle Motive mit einzubauen, die eine innere Logik der Verbrechensaufdeckung beinhalten muss.

Die meisten Krimis/Thriller sind deshalb in der heutigen Zeit ein Sinnbild für die Richtung unseres Zeitalters. Sie manifestieren ein zu unserem Zeitalter passendes Bild und sind die künstliche Reproduktion des Produktions-Bewusstseins.

Damit bewahrheitet sich der Satz der Philosophin Bettina Stangneth:

"Denken ist die gefährlichste Waffe von allen."


Diese Pressemeldung wurde auf dem Presseverteiler openPR veröffentlicht.

 


Spannende Lektüre in Corona-Zeiten

10.06.2020 - 15:51 | Kunst & Kultur auf openPR.de
Pressemitteilung von: Ulla Fichtner



Dritter Krimi von Ulla Fichtner

Ulla Fichtner wurde als 'Ruhrpott Kind' geboren und lebt nun seit mehreren Jahren mit ihrem Mann im Rheinland, wo sie sich sehr wohl fühlt.
Nach ihrem Studium zur Dipl. Pädagogin und der Promotion zum Dr. Phil. arbeitete sie mehrere Jahre im sozialen Bereich und als Lehrerin, bevor sie sich entschloss, mit dem Schreiben zu beginnen und sich damit einen lang gehegten Wunsch erfüllte.

In ihren Büchern stellt sie Themen dar, die jeden betreffen und bewegen.


Die Motive und Inspirationen dazu findet sie in aktuellen gesellschaftlichen Themen und ihrem persönlichen Umfeld.
Freundschaft, Liebe, Gerechtigkeit, Krankheit, Tod sowie die Abgründe des menschlichen Handelns seien hier als Beispiele aufgeführt.
Auch in schwierigen Zeiten wie diesen, sind die oben genannten Leitgedanken in ihrem kürzlich erschienenen dritten Buch zu finden, in dem es um die Wahrheitsfindung und die Machenschaften eines Pharmakonzerns geht.


Sie bezeichnet sich selbst als 'Dr. Phil mit Schreibdrang' und verfasst ihre Werke für den erwachsenen und selbstbestimmten Leser, der sich aus der Geschichte das heraussucht, was ihn gerade interessiert, was er verwenden kann, um so in eine andere Welt einzutauchen.
Das kann eine Figur sein, die er nicht mehr vergisst, eine Geste, eine Allegorie oder eine Idee.


Sie möchte den Leser mit ihren Büchern begeistern und fesseln sowie zum Nachdenken über gewisse Gegebenheiten und Verhältnisse auffordern.

 
Mehr Informationen über die Autorin finden Sie auf der Website:
www.ullafichtner.de

Veröffentlichungen:


"Vertraue niemals deinem Nächsten" (2019)
"amor et mortis – Liebe und Tod" (2019)
"Todbringende Wahrheit" (2020)